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Eigenkapital hebeln — wie erfahrene Investoren mit demselben Geld mehr Immobilien kaufen
Kurz gesagt
Wer Vollfinanzierungen und 110-Prozent-Kredite strategisch einsetzt, kann mit demselben Eigenkapital mehrere Objekte aufbauen statt eines.
Zwei Investoren, je 50.000 Euro Eigenkapital. Investor A kauft eine Immobilie. Investor B kauft drei. Was macht den Unterschied?
Der Unterschied liegt nicht im Kapital, sondern im Umgang damit. Investor A setzt sein gesamtes Eigenkapital in eine Finanzierung ein — klassische 80-Prozent-Finanzierung, 20 Prozent aus eigener Tasche. Investor B denkt anders: er versucht bei jeder Immobilie eine Vollfinanzierung oder sogar eine 110-Prozent-Finanzierung zu bekommen — also Kaufpreis plus Nebenkosten vollständig über die Bank. Sein Eigenkapital bleibt weitgehend erhalten und kann für das nächste Objekt eingesetzt werden.
Viele Banken finanzieren höchstens den Kaufpreis und erwarten die Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler — zusammen rund 9 bis 12 Prozent) aus eigenem Geld. Eine 110-Prozent-Finanzierung bedeutet, dass die Bank auch diese Nebenkosten mitfinanziert. Das ist anspruchsvoller, aber nicht unmöglich — wenn das Objekt und der Kreditnehmer stimmen.
Entscheidend sind drei Faktoren: erstens ein Objekt mit nachvollziehbarem Ertragswert, zweitens ein sauberes persönliches Bonitätsprofil und drittens die Ansprache mehrerer Banken parallel. Jede Bank bewertet Immobilien nach eigenen Kriterien — wer fünf fragt, bekommt Vergleichsangebote und Verhandlungsspielraum.
Wichtig ist dabei, dass die Banken eine „Anfrage Kreditkonditionen“ stellen — die sehen andere Banken nicht, und sie belastet deinen Schufa-Score nicht.
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